Yvone Lichtblau | Café im Kloster-Drubbel

Das Café im Kloster-Drubbel, ein traditionsreiches Kaffeehaus in Hamm, es befindet sich seit 1985 am Rande der östlichen Fußgängerzone in der Oststraße 31, auf dem Gelände der ehemaligen Kloster-Brauerei.

Yvone Lichtblau | Café im Kloster-Drubbel

Ich habe gegründet, weil…

… ich vor einigen Jahren aufgrund einer Nervenerkrankung meiner Hand meinen damaligen Beruf als Erzieherin nicht länger ausüben konnte. Zu dem Zeitpunkt übernahm ich den Matjes-Garagen-Verkauf meiner Mutter, den sie einige Jahre zuvor gegründet hat. Um den Matjes auch für ein breitgefächertes Publikum zu begeistern, entwickelte ich mit meinem Mann die Idee, den Matjes auch in Burgern anzubieten um ihn so auch bei einem jüngeren Publikum salonfähig zu machen. Somit gründete ich unseren Street-Food-Stand „Yve’s Street Food“. Angefangen auf dem Samstags Wochenmarkt an der Pauluskirche in Hamm über spätere Veranstaltungen und Events, waren wir fortan regelmäßig im Einsatz. Zur Verbesserung des Standes wurde ein Verkaufswagen in Erwägung gezogen. Mit Hilfe meines Onkels wurde aus der Idee Realität. Ein kleiner Wohnwagen aus der ehemaligen DDR wurde kurzerhand nach unseren Wünschen umgebaut und zu einem kleinen aber tollen Street-Food-Wagen für diverse Fischburger gefertigt.

In der „Winterpause“ vom Wochenmarkt, die wir immer im Januar machten, erfuhr ich von dem geplanten und gewünschten Verkauf des „Café im Klosterdrubbel“ in der Oststraße in der Hammer Innenstadt. Ein wunderschönes, klassisches und alteingesessenes Café mit Konditor Torten, Pralinen, Gebäck und Kaffeespezialitäten. Ich kannte das Café bereits als Gast, vielmehr aber meine Tochter, die dort regelmäßig mit Ihrer Oma zu Gast war, um die beste Marzipantorte der Stadt zu essen. Und so entstand der Gedanke, dieses schnellstens selbst zu übernehmen, weil es mir und meiner Familie sehr am Herzen lag, dass Café als solches weiterleben zu lassen. So fand eine weitere Gründung als Gastronomin von mir statt.

Mich zeichnet aus, dass…

… ich immer bei jeder Idee mit meinem ganzem Herzen dabei bin. Wenn ich etwas mache, muss es zu mir passen. Kreativität und Ideenreichtum haben mich schon immer begleitet und vor allem auch geleitet. Ein gesundes Maß an Durchhaltevermögen sind dabei Voraussetzung geworden, unter anderem durch die Corona-Pandemie.           

Ich habe in Hamm gegründet, weil…

… Hamm meine Heimatstadt ist. Meine gesamte Familie und meine Freunde wohnen und leben hier. Ich fühle mich Hamm sehr verbunden und es ist und bleibt mein zu Hause. Ich bin der Meinung, dass man nicht nur reden sollte, was zu tun ist, sondern manchmal die Ärmel hoch krempeln und selbst etwas anpacken muss um etwas zu verändern und entstehen zu lassen.

Wenn ich nochmal starten würde, würde ich… 

… ehrlich gesagt  nichts anders machen. Ich habe alles Schritt für Schritt gemacht. Immer etwas vorsichtig und überlegt. Ich erinnere mich noch an meinem ersten Markttag mit dem mobilen Stand. Aufgeregt und neugierig bin ich mit meinem offenen Anhänger, dem Zelt, Kühlschrank und dem Zubehör am ersten Tag auf dem Wochenmarkt angekommen. Wir zogen sämtliche Blicke der anderen Marktkollegen auf uns und haben uns von dort an stetig weiterentwickelt und in Hamm gefestigt. Und irgendwann gehörten wir zum festen Bestand. Es klingt ehrlichgesagt etwas komisch, aber genau so würde ich es wieder machen.

In fünf Jahren möchte ich…

… mit vielen neuen Erfahrungen im Gepäck den Matjesverkauf, den kleinen Street Food Wagen und das Café gut betreut wissen und mit meinen Mitarbeitern mit Freude und Spaß weiter für die Kunden und Gäste da sein. Ich habe noch sehr viele Ideen, mit meinem Café. Diese umzusetzen und mit Leben zu füllen, das ist mein Wunsch für die Zukunft.