Wissen schafft Erfolg – 2 Millionen Euro für Hochschulregion Hamm, Soest und Unna

Land bewilligt Projekt mit Erweiterung auf den Kreis Soest für drei Jahre

Dr. Karl-Georg Steffens (Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Hamm), Dr. Michael Dannebom (Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Kreis Unna), Anica Althoff (Wirtschaftsförderung Kreis Unna, Thema Innovation), Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann, Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, Markus Helms (Wirtschaftsförderer Kreis Soest) und Andreas Möllenhoff (Wirtschaftsförderung Hamm, Teamleiter „Wissen schafft Erfolg“)

Eine Erfolgsgeschichte wird ausgerollt, das Projektgebiet zudem um den Kreis Soest erweitert. Regierungspräsident Hans-Josef Vogel hat heute den Förderbescheid in Höhe von knapp 2 Millionen Euro für das Projekt „Wissen schafft Erfolg: Entwicklung der mittelständisch geprägten Hochschulregion in Westfalen“ persönlich an Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann, Wirtschaftsförderer Dr. Karl-Georg Steffens, Projektleiter Andreas Möllenhoff sowie die Wirtschafsförderer Markus Helms (Kreis Soest), Dr. Michael Dannebom (Kreis Unna) und Anica Althoff (Wirtschaftsförderung Kreis Unna, Thema Innovation) übergeben. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes NRW. „Die Vernetzung von Wissenschaft und Unternehmen ist der Innovationsmotor für die Region und die Basis für eine erfolgreiche Regionalentwicklung“, sagte Regierungspräsident Vogel.

Der Oberbürgermeister zeigte sich hoch erfreut über die Förderzusage: „Durch das Projekt werden gerade kleine und mittlere Unternehmen spürbar gestärkt. Wir erhoffen uns einen Schub für die heimischen Unternehmen und versprechen uns viel davon, dass die Hochschule Hamm-Lippstadt mit beiden Standorten in das Projekt integriert ist“, sagte Hunsteger-Petermann. „Wir sind deshalb sehr froh über die Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen. Ich bin mir sicher, dass das Geld gut angelegt ist.“ Der besondere Mehrwert bestehe in der engeren Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft in Hamm und seinen Nachbarkreisen Soest und Unna. Zum ersten Mal ist auch die Hochschule Hamm-Lippstadt mit beiden Standorten in das Projektgebiet integriert. „Ein wichtiges Bindeglied in diesem Prozess bildet außerdem das neue Innovationszentrum, das in Kürze gegenüber dem Hammer Campus errichtet wird.“

„Wissen schafft Erfolg“, der Projektname beschreibt bereits die Zielsetzung und ist in der Unternehmerschaft in Hamm und im Kreis Unna fest verankert. „Seit dem Start vor drei Jahren ist es uns gelungen, neue Veranstaltungsformate zu etablieren, die das Bewusstsein für den Wissenstransfer zwischen Hochschulen und kleinen und mittelständischen Unternehmen nachhaltig geschärft haben“, sagte Hamms Wirtschaftsförderungs-Chef Dr. Karl-Georg Steffens. „Deshalb freue ich mich, dass unser neuer Projektantrag von der Landesregierung positiv beschieden wurde und die sehr gute Arbeit ausgebaut werden kann.“

Die Erweiterung des Projektgebietes um den Kreis Soest sei besonders hervorzuheben: „Damit wird es uns gelingen, zum verbindenden Glied von Ruhrgebiet und Südwestfalen zu werden“, so Steffens weiter. „Das soll der Nährboden werden für Innovationsvorhaben in den kleinen und mittleren Unternehmen sowie für den Austausch von Startups und Bestandsunternehmen im gesamten Projektgebiet in der Mitte Westfalens.“ Die Projektleitung für das nunmehr erweiterte Fördergebiet mit insgesamt 875.000 Einwohnern hat weiterhin die Wirtschaftsförderung Hamm.

Erfolgreiche Formate wie das Speeddating, bei dem Studierende der Hochschulen als Werkstudenten oder im Rahmen ihrer Bachelor- und Masterarbeiten direkt an kleine und mittelständische Unternehmen der Region vermittelt werden, werden fortgesetzt. Auch das unkomplizierte Kennenlernen und Netzwerken in Veranstaltungsreihen wie „Currywurst, Pommes mit Innovation“ gehört weiterhin zum Repertoire in der Projektregion. Ein weiteres Positivbeispiel für nachhaltige, gute Arbeit ist das Veranstaltungsformat „Der Elektrische Dienstag“, bei dem Unternehmen gezielt über die Möglichkeiten zur Umstellung ihrer Dienstfahrzeuge auf klimafreundliche, elektrische Antriebe informiert werden. Die Neuauflage wird bereits am 24. September im Heinrich-von-Kleist-Forum und auf dem Willy-Brandt-Platz durchgeführt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat die Schirmherrschaft übernommen.

„Auf die Zusammenarbeit mit dem neuen, größeren Team freue ich mich riesig“, sagte Projektleiter Andreas Möllenhoff von der Wirtschaftsförderung Hamm. „Unsere erfolgreiche Arbeit werden wir nun bis 2022 weiterführen.“ Der Fokus werde weiterhin auf dem Wissenstransfer in innovative Unternehmen sowie Bindungsstrategien für dringend benötigte Nachwuchskräfte liegen. 2,5 Millionen Euro Volumen umfasst das Projektvolumen bei einer Förderquote von 80 Prozent. Von den 2 Millionen Euro Zuwendung entfallen 860.000 Euro auf Hamm .

„Mein herzliches Dankeschön gilt auch den vielen Unterstützern“, sagte Steffens. Mehr als 50 Institutionen in der Projektregion, darunter Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Verbände und sehr viele Unternehmen, haben den neuen Projektantrag mit positiven Statements, sogenannten Letters of Intent (LOI), unterstützt.

 

Wissen schafft Erfolg

Bei dem Vorhaben Wissen schafft Erfolg: Entwicklung der mittelständisch geprägten Hochschulregion in Westfalen handelt es sich um einen ganzheitlichen Ansatz zur engeren Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft in der neuen Projektregion Hamm, Kreis Soest, Kreis Unna. Das Umsetzungsprojekt ist dem Maßnahmenbereich „KMU“ des OP EFRE NRW zugeordnet. Projektpartner und Erbringer der Unterstützungsleistungen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind die Wirtschaftsförderungen aus Hamm und den Kreisen Soest und Unna.

Im Projekt werden die Aufgabenbereiche fokussiert:

·          Innovatives und digitales Unternehmertum

·          Bindungsstrategien für qualifizierte Nachwuchskräfte

Das Innovative und digitale Unternehmertum unterstützt die KMU bei der Teilhabe am Wissens- und Technologietransfer und bei der Bewältigung des digitalen Wandels. Ein weiterer Fokus liegt auf der Förderung von wachstumsstarken Unternehmensgründungen und dem Zusammenbringen von Startups und Unternehmen.

Die Bindungsstrategien für qualifizierte Nachwuchskräfte tragen dazu bei, zukünftige Fach- und Führungskräfte, insbesondere die steigende Zahl der Hochschulabsolvent/innen, an die Region zu binden. Dies stärkt die Fähigkeit der KMU, Personalkompetenzen zu entwickeln und langfristig wettbewerbsfähig zu sein. Die Nachwuchskräfte profitieren von Karriereperspektiven vor Ort.