Wirtschaftsförderer zieht positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2018

2018 war für die Wirtschaftsförderung ein Jahr des Umbruchs und des Aufbruchs in eine neue Zeit.

Meilensteine sind die Förderbescheide für das Innovationszentrum und das CreativRevier Heinrich-Robert. „ Mit beiden Großprojekten beginnt eine neue Zeitrechnung für die Wirtschaftsförderung in Hamm“, sagte Wirtschaftsförderer Dr. Karl-Georg Steffens am Dienstag bei der Vorstellung des Geschäftsberichts: „Die Zukunft hat schon begonnen.“

Mit dem Innovationszentrum, dessen Bauphase in wenigen Wochen startet, wird eine neue Schaltzentrale zwischen heimischer Wirtschaft und heimischen Hochschulen geschaffen. Modernste Labortechnik und ein LivingLab, in dem komplexe Produkte vor der Markteinführung auf Herz und Nieren geprüft werden können, ermöglichen den Wissenstransfer auf Augenhöhe. Mit der Bewilligung der Projektmittel für das CreativRevier Heinrich Robert wird der neue Eigentümer, Investor Jürgen Tempelmann, in Kürze die Transformation  zum Null-Emssionen-Standort starten.

Ein weiterer großer Erfolg ist die Bewilligung der Fortsetzung und Erweiterung des erfolgreichen Projektes „Wissen schafft Erfolg“. 2,5 Millionen Euro Fördermittel bekommen die Wirtschaftsförderungen Hamm sowie der Kreise Soest und Unna für die kommenden drei Jahre, unter anderem um den jungen Hochschulstandort in der Unternehmer- und Start-up-Szene bekannter zu machen und ein positives Gründerklima zu schaffen. Die WFH Hamm hat die Projektleitung. Hervorzuheben ist die Erweiterung des Projektgebiets um den Kreis Soest. Damit sind erstmals beide Standorte der Hochschule Hamm-Lippstadt in das Projekt integriert.

Auf der Habenseite der WFH ist außerdem die erfolgreiche Gründung des Ideenwerks im Fab-Lab Westfalen e.V. verbucht. Die außerschulische Bildungseinrichtung, die Schüler und Jugendliche in ihrer Freizeit auf spielerische Art und Weise an naturwissenschaftlich-mathematisches Arbeiten heranführt, ist ebenfalls über einen positiv beschiedenen Förderantrag möglich geworden, den die Wirtschaftsförderung gestellt hatte. Nebenbei wurde mit der alten Verwaltungszentrale der ehemaligen Maschinenbaufabrik Banning eine Industriebrache neu belebt. Der Standort liegt im Nahbereich von mehr als 5.000 Jugendlichen, die im Hammer Westen zur Schule gehen.

„Wir müssen der Motor für innovative Entwicklungen sein“, sagte Dr. Steffens. Deshalb treibe die WFH auch das Zukunftsthema Elektromobilität mit unterschiedlichen Aktivitäten an. Rund 100 Unternehmer nahmen am ersten „Elektrischen Dienstag“ teil und ließen sich unter anderem über Fördermöglichkeiten bei der Umstellung ihrer Fahrzeugflotten informieren. Auch beim Thema Logistik auf der letzten Meile setzt die WFH auf Elektromobilität. Angestrebt wird der Aufgau eines Kompetenz-, Beratungs- und Forschungszentrums für Elektromobilität.

Neues wagen, die Zukunft gestalten und trotzdem die gewachsenen Strukturen erhalten und fördern, das ist weiterhin der Anspruch der Wirtschaftsförderung. „Mit der Ansiedlung von
trans-o-flex Express, Hugo Schneider und Arbeitsschutz Rhein-Ruhr ist es uns gelungen, Rhynern nach knapp 20-jähriger Entwicklungszeit einen positiven Schlussakkord zum Abschluss der Süderweiterung des Gewerbeparks zu setzen“, sagte Dr. Peter Becker, stellvertretender Geschäftsführer. Zu den herausragenden positiven Ereignissen des Jahres 2018 gehört auch die Erweiterung des Flüssigtransport-Spezialisten Lanfer Logistik im Hammer Hafen. „Dank der Kooperationsbereitschaft des bisherigen Nachbars Hugo Schneider hat Lanfer nun die Möglichkeit, die trimodalen Möglichkeiten des Standortes mit Schiene-, Wasser- und Straßenanschluss zu nutzen“, so Becker weiter.

Für die Stärke des Wirtschaftsstandortes Hamm sprechen außerdem Investitionen in insgesamt dreistelliger Millionenhöhe der Unternehmen DPD, CLAAS und PCI, die damit ein klares Bekenntnis zur Großstadt in direkter Nachbarschaft zur Logistik-Drehscheibe Kamener Kreuz abgegeben haben. „Wir verstehen unsere Aufgabe weiterhin darin, passegenaue Angebote und Initiativen für die Anforderungen und Bedürfnisse der Unternehmen zu entwickeln“, sagte Steffens. „Hamm hält Kurs!“