TEP - Erfolgreiche Vermittlung in Teilzeitberufsausbildung

In Hamm wurden im vergangenen Jahr sieben Hammer Frauen mit Familienverantwortung über das Landesprogramm "TEP - Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen" in eine Berufsausbildung vermittelt.

Das Foto zeigt eine erfolgreich vermittelte Teilzeitauszubildende mit den Projektpartnern
hinten (v.l.n.r.): Heike Oldenburg, Petra Beyer-Berleth (beide Architekturbüro Keinemann), Martina Leyer (Agentur für Arbeit Hamm), Alin Pötzsch (Kolping), Corina Mader (Regionalagentur), Jan-Philipp Keinemann (Architekturbüro Keinemann), vorne: Auszubildende in Teilzeit Bianca Isenberg. Foto: Wirtschaftsförderung Hamm

Gärtnerin, Bauzeichnerin oder Kauffrau für Einzelhandel - nicht nur diese Berufe, sondern alle anerkannten Berufe des dualen Ausbildungssystems können in einer Teilzeitberufsausbildung erlernt werden.

Mit dem Landesprogramm "TEP" bereitet die Kolping-Bildungszentren Westfalen gGmbH in Hamm jedes Jahr zehn junge Eltern auf eine Teilzeitberufsausbildung vor. Nicht alle haben allerdings eine Teilzeitberufsausbildung begonnen: Einige stellten beispielsweise im Praktikum fest, dass sie auch eine Ausbildung in Vollzeit managen können. Andere wollten nach der beruflichen Orientierung lieber eine schulische Ausbildung beginnen.

Weitere vermittelte Berufsausbildungen, auch in den Jahren zuvor, waren Altenpflegerin, Fachverkäuferin Lebensmittel (Bäckerei), Kauffrau für Büromanagement, Kauffrau im Gesundheitswesen, Kauffrau im Groß-und Außenhandel und Sozialassistentin. Mit Ausbildungsbeginn steht Kolping den Ausbildungsbetrieben außerdem für sechs bis acht Monate als Ansprechpartner zur Verfügung.

In der Bewertung der Ausbildungsbetriebe schneiden die Teilzeitauszubildenden gut ab. Die "Abbruchquoten" liegen unter denen von Vollzeitauszubildenden ohne Erziehungspflichten. Teilzeit-Azubis haben weniger Fehlzeiten, bessere Abschlussnoten und sind insgesamt motivierter bei der Arbeit.

Mit einem Casting wurden die Teilnehmerinnen gewonnen. Auch das Jobcenter, die Arbeitsagentur und die Regionalagentur machten auf das Projekt aufmerksam. In der sechsmonatigen Vorbereitungszeit erhielten die Teilnehmerinnen ein individuelles und begleitendes Coaching mit Bewerbungstraining, Praktika und Erarbeitung von beruflichen Perspektiven. Ihnen wird damit die Chance einer qualifizierten Berufswahl ermöglicht. Trotz Doppelbelastung mit Kind und Beruf können Sie eine Ausbildung erfolgreich absolvieren und eine berufliche Perspektive entwickeln. Das Landesprogramm "TEP" wird in 2017 fortgesetzt.

Die Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet, getragen von den Wirtschaftsförderungen der Stadt Hamm, der Stadt Dortmund und des Kreises Unna, setzt Förderprogramme des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen um, entwickelt zusammen mit Trägern neue Projektideen und koordiniert regionale Netzwerke mit arbeitsmarktpolitischem Schwerpunkt.

Kontakt:
Corina Mader
Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet
Tel.: 02381 / 9293-204
E-Mail: corina.mader(at)wf-hamm.de