Konzeptwettbewerb zeichnet innovative Gastronomen aus

Vorbilder zeigen und Mut machen

Rezepte für die Zukunft: Beim gemeinsamen Konzeptwettbewerb von Stadt Hamm, Stadtmarketing, Wirtschaftsförderung und Sparkasse Hamm wurden am Dienstagabend vier Gastronomiebetriebe ausgezeichnet, die mit neuen Ideen einen Weg aus der Krise gefunden haben – oder die den Mut hatten, ihren Betrieb in der Pandemie neu zu eröffnen. „Wir wollten über diesen Wettbewerb erfolgreiche Vorbilder zeigen, die anderen Mut machen können“, erklärte Oberbürgermeister Marc Herter bei der Preisverleihung in der Sparkasse Hamm. Die große Beteiligung am Wettbewerb habe mit 15 Einreichungen gezeigt, dass es in Hamm zahlreiche Gastronomiebetriebe gibt, die der Pandemie mit innovativen Konzepten begegnen. „Die Auswahl der Preisträger war wirklich nicht leicht“, betonte der Oberbürgermeister. „Deshalb sind wir sehr dankbar dafür, dass wir mit Heide Köhler von der HOGA Betriebsberatung eine ausgewiesene Expertin in der Jury hatten. So hat die Auswahl nach nachvollziehbaren fachlichen Kriterien stattgefunden – zumal die Jury Anfang November die sechs Betriebe, die in die engere Wahl gekommen sind, besucht und ausführlich befragt hat.“ 

In der Kategorie „Beste Neugründung“ ging der Preis an das „Wunderland“ im Martin-Luther-Viertel. „Das Konzept des ,Wunderlandes´ hat mich einfach geflasht, weil es ebenso ausgefallen wie durchdacht ist“, erklärte Heide Köhler. Die Siegprämie von 2.000 Euro überreichte Torsten Cremer als Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hamm. „Wir haben diesen Wettbewerb gerne unterstützt, weil wir als Sparkasse Hamm immer an der Seite der Unternehmen stehen, die sich in schwierigen Zeiten etwas einfallen lassen“, erklärte Torsten Cremer bei der Preisverleihung. Den Preis für die beste Neuausrichtung überreichte Oberbürgermeister Marc Herter an Karsten Plaß für das „Pirates“, der die Jury um mit einer Sortimentserweiterung, einer internen Prozessoptimierung und dem neuen Biergarten „Anker & Herz“ überzeugt hatte. „Karsten Plaß gehört nicht ohne Grund zu den profiliertesten Gesichtern in der heimischen Gastronomie: Er war schon vor der Pandemie dafür bekannt, dass er sich immer etwas Neues einfallen lässt. Auch in der Krise hat er sich ein Stück weit neu erfunden – deshalb ist er ein verdienter Preisträger“, erklärte Herter. 

Darüber hinaus vergab die Jury über Professor Dr. Karl-Georg Steffens von der Wirtschaftsförderung Hamm einen Sonderpreis, der an das „Cafe9zehn“ in der Südstraße ging. Neben dem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro durfte sich Unternehmerin Katja Köckmann auch über die Aufnahme in die „Gründergalerie“ der Wirtschaftsförderung Hamm freuen. Die großformatigen Schwarz-Weiß-Fotos von René Golz hatten in der Sparkasse Hamm den Rahmen für die feierliche Auszeichnung gebildet.  Die Galerie soll in den kommenden Wochen um zusätzliche Unternehmerporträts erweitert werden. „Als Wirtschaftsförderung Hamm haben wir in der Corona-Task-Force zahlreiche Unternehmen durch die schweren Monate der Pandemie begleitet. Wir freuen uns aber auch, wenn unsere Unterstützung nicht benötigt wird, weil die Unternehmer mit eigenen Rezepten einen Weg aus der Krise gefunden haben“, betonte WFH-Geschäftsführer Professor Dr. Karl-Georg Steffens. Auch das „Hardy´s“ in der Oststraße ging bei der Preisverleihung nicht leer aus: Die Betreiber – Jutta Elbers und Hartmut Weiß – bekamen von Heide Köhler einen Gutschein für eine Impulsberatung überreicht, der unter allen teilnehmenden Betrieben ausgelost wurde.