Innovationszentrum direkt gegenüber dem HSHL-Campus

Schnittstelle für den Wissenstransfer von der Hochschule in die heimischen Unternehmen.

(c) Thorsten Hübner

Auf dem Weg zu einem vitalen Technologie- und Wissenschaftsstandort kommt die Stadt Hamm nach der Ansiedlung des Fraunhofer-Anwendungszentrums SYMILA erneut einen großen Schritt voran. Ebenfalls in direkter Nachbarschaft zur Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) wird ein  Innovationszentrum errichtet. Der Baubeginn ist für Juni 2019 geplant, die Fertigstellung für das Frühjahr 2021. „Jetzt können wir realisieren, was wir immer gefordert haben: Dass unsere Hochschule nicht nur kluge Köpfe verlassen, sondern dass die Ideen der Studentinnen und Studenten in die Hammer Unternehmen transportiert werden und umgekehrt“, sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann.

Das Innovationszentrum wird auf rund 3500 Quadratmetern Platz für den Austausch der besten Ideen bieten, an denen künftig Studenten und Wissenschaftler der HSHL und Beteiligte der Hammer Unternehmen gemeinsam arbeiten werden. Der Kostenrahmen liegt bei etwa 12,5 Millionen Euro bei einer Landesförderung in Höhe von 8,75 Millionen Euro. „Das Besondere an dieser neuen Einrichtung ist, dass hier Technikum und LivingLab an einem Ort vereint sind und gute Ingenieurleistungen noch vor der Markteinführung auf ihre Alltagstauglichkeit getestet werden“, sagte Dr. Karl-Georg Steffens, Wirtschaftsförderer und Geschäftsführer des Innovationszentrums.

Das neue Haus soll der Ort sein, an dem junge Existenzgründer oder solche, die es werden möchten, ausprobieren können, ob sich ihre Erfindungen und Geschäftsideen praktisch umsetzen lassen. Dafür wird modernste Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Im Innovationszentrum wird es ein S1-Labor geben, in dem biochemische und medizinische Untersuchungen durchgeführt werden; außerdem ein Technikum, in dem prototypische Fertigungsstraßen aufgebaut und Produkte getestet werden können. „Das Konzept des Innovationszentrums ist sehr mordern, zukunftsgerichtet und jederzeit anpassbar und wird ein Magnet für Hamm“, sagte Prof. Dr. Harald Mathis, Chef des Fraunhofer-Anwendungszentrums SYMILA, das sich später direkt nebenan im Nachbargebäude des Innovationsgebäudes befinden wird und zurzeit bereits in Bau ist.

Befördert werden soll auch die Start-Up-Szene. „Wir schaffen bestmögliche Bedingungen für junge Start-ups bei der Vorbereitung, Umsetzung und Weiterentwicklung ihrer Geschäftsideen und der Markterschießung“, sagte der heimische Landtagsabgeordnete Marc Herter. „Junge Fachkräfte erhalten Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten direkt neben dem Campus. Und die Hammer Unternehmen können unmittelbar vom Wissensvorsprung profitieren. So zünden wir der Turbo für den Strukturwandel.“

Das Innovationszentrum wird auch einen Multifunktionsraum bieten, der für bis zu 199 Personen ausgelegt ist, sowie Co-Working-Spaces  für Unternehmensgründer. Hier können sie tage- oder monatsweise einen Schreibtisch anmieten und die Infrastruktur nutzen.  „Das Innovationszentrum wird sowohl stadträumlicher, als auch systemischer Schwerpunkt des neuen ScienceQuarters SCI:Q werden und gleichsam einer der Protagonisten für gelebte Campuserweiterung“, sagte Architekt Frank Degener.