Handwerksbäckerei Büsch im Gespräch mit der Gemeinde Lippetal/der Stadt Hamm und dem Industriegebiet Westfalen

Die Handwerksbäckerei Büsch mit Stammsitz in Kamp-Lintfort am Niederrhein will weiter wachsen. Um einerseits die vorhandene Backstube am Stammhaus in Kamp-Lintfort zu entlasten und zudem weitere Umsatzpotenziale zu erschließen, plant sie den Bau einer zweiten Backstube im Bereich des östlichen Ruhrgebietes, Ostwestfalen oder im Münsterland. Dieser Bau soll Deutschlands nachhaltigste Backstube werden – und dabei gläsern sein. 

Derzeit gibt es Gespräche mit den Verantwortlichen der Gemeinde Lippetal und der Stadt Hamm sowie der Industriegebiet Westfalen GmbH. „Wir sind sehr daran interessiert, hier zu bauen. Natürlich hängt es von einem verfügbaren Grundstück und schnellen Genehmigungen ab“, erklärt Büsch-Geschäftsführer Dirk Jonack, der zusammen mit Verantwortlichen der Städte Lippetal und Hamm seine Pläne der Presse vorstellte. Denn das Unternehmen hat ambitionierte Ziele: Der Baubeginn soll bereits Ende 2023, die Inbetriebnahme im Januar 2025 stattfinden.

Große Zustimmung der Bürgermeister
Matthias Lürbke, Bürgermeister Gemeinde Lippetal: „Wir freuen uns, dass sich bereits zu einem so frühen Zeitpunkt die erste Ansiedlung konkret abzeichnet. Das bestätigt den Bedarf für unser interkommunales Industriegebiet“. Der Bürgermeister fährt fort: „Das macht uns zuversichtlich, dass unser Standort eine dynamische Entwicklung erfahren wird. Gerade die Ansiedlung dieser bekannten Bäckerei wird der Maßstab für weitere Unternehmen werden, die hier bauen wollen."
Und Marc Herter, Oberbürgermeister Stadt Hamm ergänzt: „Wir begrüßen mit Büsch einen echten Handwerksbetrieb, der konsequent auf Innovation und Nachhaltigkeit in der Produktion setzt.“ Er bewertet den ersten Ansiedlungserfolg als Gewinn für die Region. „Hier entstehen in den nächsten Jahren gute und sichere Arbeitsplätze, die zum hiesigen Arbeitsmarkt passen. Zudem nimmt die Bäckerei Büsch ihre Verantwortung als Ausbildungsbetrieb wahr.“

Entlastung und moderates Wachstum
Die Handwerksbäckerei Büsch wächst seit vielen Jahren deutlich stärker als der deutschlandweite Markt. Dabei setzt das Unternehmen auf seine bewährten Erfolgsfaktoren: höchste handwerkliche Produktqualität, gut aus¬gebildetes Personal und Individualität beim Ladenbau.
 
Die Backstube am Kamp-Lintforter Stammsitz ist bereits jetzt nahezu völlig ausgelastet, eine Erweiterung dort ist nicht möglich. Sie soll durch den Neubau  unterstützt werden. Auch sind die langen Wege von Kamp-Lintfort in die Region Ostwestfalen nicht umweltfreundlich. Um einerseits die bestehenden Büsch-Fachgeschäfte im Münsterland und dem östlichen Ruhrgebiet zu beliefern und andererseits moderat zu wachsen, muss eine zweite Backstube realisiert werden. 

„Wir rechnen damit, dass wir durch den Neubau rund eine Million Fahr-Kilometer unserer Lieferfahrzeuge einsparen werden“, erklärt Dirk Jonack einen weiteren Grund für die neue Backstube.

50.000 Quadratmeter Fläche
Die Handwerksbäckerei benötigt für ihre geplante „Backstube 2“ eine Fläche von etwa 50.000 Quadratmetern. Hier sollen dann die qualitativ hochwertigen und tagesfrischen Backwaren hergestellt werden. Diese werden seit vielen Jahren immer wieder - unter anderem von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) - ausgezeichnet. „Wir wollen hier 24 Stunden am Tag, an sieben Tagen der Woche, produzieren“, erläutert Dirk Jonack. Dabei sollen in der „Backstube 2“ die neuesten Entwicklungen in Bezug auf Hygiene und Nachhaltigkeit eingesetzt und verbaut werden. 

Umfangreiche Investitionen
Über 40 Millionen Euro will das Unternehmen in Bau und Ausstattung investieren. Dabei soll zunächst nur ein Teil des Grundstücks bebaut werden. Auf dem Gelände wird es - neben der reinen Backstube - auch Flächen für Rohstofflager, Konditorei, Versand, Hygienebereich, Korb- und Leergutlager, Werkstatt sowie Verwaltungs- und Sozialräume geben. Auch eine Lehrbackstube und ein Café sind geplant. 

Über 270 Mitarbeiter in 2030
Mit etwa 90 Mitarbeitern wird die Bäckerei 2025 starten. 2030 sollen dann über 270 Mitarbeiter am Standort der zu errichtenden Backstube tätig sein. 

Auch Auszubildende sollen in der „Backstube 2“ eingesetzt werden und die Kunst des Backens lernen. Der erste Ausbildungsstart ist für 2025 vorgesehen. Begonnen werden soll mit vier jungen Menschen, 2030 sollen es dann schon 14 Auszubildende in den Bereichen Bäcker*in, Konditor*in, Berufskraftfahrer*in, Mechatroniker*in sein. 

Zudem will man in den Büsch-Fachgeschäften der Region Ostwestfalen Fachverkäufer*innen im Lebensmittelhandwerk ausbilden. Dabei setzt das Unternehmen nicht nur auf Schulabgänger, sondern auch  auf Seiteneinsteiger, auch wenn diese schon älter sind. Sie werden als sogenannte „Senior-Azubis“ zu Fachverkäufer*innen ausgebildet. Mit dieser neuen Variante wurden in Kamp-Lintfort bereits sehr gute Erfahrungen gemacht.

Als potenzieller Standort für die „Backstube 2“ ist das geplante „Industriegebiet Westfalen“ in Lippetal (an der B 475) im Gespräch.  

Personen auf dem Foto:
(von links) Oberbürgermeister Marc Herter, Norbert Büsch (Unternehmensgründer und Geschäftsführer), Dirk Jonack (Geschäftsführer Büsch), Carsten Lantzerath-Flesch (Geschäftsführer Industriegebiet Westfalen GmbH), Hans-Joachim Hobrock (Geschäftsführer Industriegebiet Westfalen GmbH), Bürgermeister Matthias Lürbke.

Foto: Burrichter/Stadt Hamm.