Hammer Energiewettbewerb 2019 - "Aerodynamisch unterwegs"

Sechs Teams von Hammer Schulen sind im Technikum der Hochschule Hamm-Lippstadt angetreten, um im Windkanal zu ermitteln, welches der selbst konstruierten, ferngesteuertes Modellfahrzeuge den geringsten CW-Wert hat.

(c) Robert Szkudlarek

Die Schüler der Friedensschule und der Sophie-Scholl-Gesamtschule, der Konrad-Adenauer-Realschule, des Märkischen und des Beisenkamp- sowie des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums haben sich mit ihren Modellautos außerdem den Wertungen in den Kategorien Innovation sowie Design-Praxistauglichkeit gestellt.

Der Hammer Energiewettbewerb wurde auch in diesem Jahr gemeinsam vom zdi-Zentrum Hamm der Hammer Wirtschaftsförderung und der Hochschule Hamm-Lippstadt ausgerichtet. Eingeladen waren Schüler-Teams ab der Klasse 8. Die Aufgabenstellung war anspruchsvoll und bedurfte zur Bewältigung sowohl umfangreiche physikalische als auch technische Kenntnisse: Die Schülerteams sollten jeweils ein Modell für ein alltagstaugliches, familiengerechtes Auto entwickeln, das einen möglichst geringen Strömungswiderstand aufweist. Als Probanden diente eine Playmobil-Familie, die es sicher über einen festgelegten Parcours im Windkanal der HSHL schaffen musste. Schon vor dem Beginn des Wettbewerbs wurden die Fahrzeuge auf Windkanal-Tauglichkeit geprüft. Bauteile, die sich hätten ablösen können, mussten entfernt oder in geeigneter Weise befestigt werden. Zu Beginn stellte jedes Team sein entwickeltes Fahrzeug vor. Bei einem Praxistest mussten die Schüler vorführen, wie die Personen in das Fahrzeug „einsteigen“ und anschließend einen kleinen Parcours absolvieren. Für die finale Messung im Windkanal waren nur solche Fahrzeuge zugelassen, die diesen Praxistest bestanden haben.

Die Bewertung der Testergebnisse nahm anschließend eine unabhängige Jury vor, die aus Vertretern von der HSHL, der Wirtschaftsförderung, der Agentur für Arbeit, Schule und Wirtschaft bestand.

Die Bedeutung des CW-Werts hat eine lange Geschichte in der Fahrzeugentwicklung. Erste stromlinienförmige Fahrzeuge wurden Anfang der 1920er Jahre bei Autorennen eingesetzt. Auch in der heutigen Zeit ist der CW-Wert als Maß für den Strömungswiderstand eine wichtige Größe, die zur Energieeffizienz von Fahrzeugen und damit auch zum Klimaschutz beiträgt. Stromlinienförmiges Design bestimmt heutzutage nahezu jedes neue Fahrzeugmodell. Hier haben die Techniker den Spagat zwischen der idealen windschnittigen Form und der Alltagstauglichkeit zu meistern, denn Fahrzeuge müssen Personen oder Güter transportieren, ohne zu viel Energie zu verbrauchen.

"Kreativität und Erfindungsreichtum der Jugendlichen haben mich wieder einmal in positivem Sinne überrascht. Unsere Erfahrung in den letzten Jahren zeigt, dass wir die Jugendlichen mit dem Energiewettbewerb für eine Ausbildung in diesem Bereich neugierig machen, da hier MINT-Aufgaben spielerisch und spannend gelöst werden", sagte Dr. Karl-Georg Steffens, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Hamm.

„Die Kreativität, der Teamgeist und das Engagement der Schülerinnen und Schüler ist jedes Jahr aufs Neue begeisternd!“, lobt Prof. Dr. Olaf Goebel von der Hochschule Hamm-Lippstadt die hohe Motivation, mit der die Jugendlichen zu Werke gehen. „Gerade in Zeiten, die den Klimawandel so stark in den Fokus rücken, ist es toll, zu sehen, wie sich Jugendliche aktiv mit dem Thema Energie auseinandersetzen. Goebel lehrt im Studiengang „Energietechnik und Ressourcenoptimierung“ an der HSHL und hat den Wettbewerb begleitet.

Gewinner nach Kategorie:
Strömungswiderstand: Beisenkamp Gymnasium
Innovation: Friedensschule
Design/Praxistauglichkeit: Sophie-Scholl-Gesamtschule

Wirtschaftsförderung Hamm
zdi-Zentrum
Veronika Gorschlüter
Telefon 02381 / 9293-206
E-Mail: veronika.gorschlueter(at)wf-hamm.de

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Das zdi-Zentrum Hamm koordiniert die Arbeit der zdi-Partner vor Ort. Es ist die erste Anlaufstelle für alle, die an der frühzeitigen Förderung der technischen und naturwissenschaftlichen Talente unserer Kinder und Jugendlichen interessiert sind. Träger des zdi-Zentrums Hamm ist die Wirtschaftsförderung Hamm.