Grünes Licht für Innovationszentrum

Zuschlag für Standort gegenüber dem Campus der HSHL an der Marker Allee erteilt

Auf dem Weg zu einem vitalen Technologie- und Wissenschaftsstandort ist Hamm einen großen Schritt vorangekommen. Das geplante Innovationszentrum in direkter Nachbarschaft zur Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) wird realisiert. Die Aufsichtsräte der Wirtschaftsförderung und der Innovationszentrum Hamm GmbH haben am Mittwoch grünes Licht für die Errichtung des Neubaus auf dem Gelände der ehemaligen Paracelsuskaserne direkt gegenüber dem Campus der Hochschule gegeben.

„Ich freue mich sehr, dass der Knoten durchgeschlagen ist und die intensiven Verhandlungen zu einem positiven Ergebnis geführt haben“, sagte gestern Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. „Wir können nun realisieren, was wir uns von Anfang an von der Hochschule Hamm-Lippstadt  versprochen haben  - den Wissenstransfer von der Hochschule in unsere  Wirtschaftsunternehmen vor Ort.“ Das Innovationszentrum wird auf rund 3500 Quadratmetern Platz für den Austausch der besten Ideen bieten, an denen künftig Studenten der HSHL und Beteiligte der Hammer Unternehmen gemeinsam arbeiten werden. In erster Linie soll das neue Innovationszentrum der Ort sein, an dem junge Existenzgründer oder solche, die es werden möchten, ausprobieren können, ob sich ihre Erfindungen und Geschäftsideen auch praktisch umsetzen lassen. Von besonderem Stellenwert für die Start-Up-Szene ist deshalb neben dem Austausch mit kleinen und mittelständischen Unternehmen auch die unmittelbare Nachbarschaft zum Fraunhofer Anwendungszentrum SYMILA.

Auch der heimische Landtagsabgeordnete Marc Herter, der sich seit Jahren in unterschiedlichen Funktionen für das IZH stark gemacht hat, begrüßte die Entscheidungen der Aufsichtsräte. „Das ist ein starkes Signal für den Standort Hamm. Mit dem Innovationszentrum geht Hamm im Strukturwandel auf die Überholspur“, sagte der SPD-Politiker. „Die Landesförderung in Höhe von 8,75 Millionen Euro kann jetzt konkret investiert werden.“ Die Innovationen, die durch die Fachhochschule möglich geworden sind, könnten nun auch für die wirtschaftliche Entwicklung der noch immer vom Strukturwandel geprägten Lippestadt genutzt werden.

Arbeitsmarkteffekte erhofft sich auch Dr. Karl-Georg Steffens, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und der Innovationszentrum GmbH ist. Gerade angesichts der Notwendigkeiten bei der Digitalisierung, die auch an den Hammer Unternehmen nicht vorbeigehen wird, sei das Innovationszentrum ein wichtiger Baustein zur Bewältigung des Strukturwandels in Hamm. „Junge Fachkräfte erhalten hier Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten direkt neben dem Campus. Und die Hammer Unternehmen können unmittelbar vom Wissensvorsprung profitieren. Diese Kombination wird große Mehrwerte schaffen.“ Damit diese Rechnung aufgeht, werde die Innovationszentrum Hamm GmbH digitalen Start-ups und innovativen kleinen und mittleren Unternehmen eine Zeitlang auf sie zugeschnittene Arbeitsplätze zu kostengünstigen Konditionen zur Verfügung stellen. Die anmietbaren Flächen werden ein breites Spektrum abdecken - von Einzelarbeitsplätzen in Büros bis zu kompletten Labor- und Technikräumen.