„Eine Herzensangelegenheit“

Familiencafé Valentin: Gründerpreis für Unternehmerin aus Hamm

Tolle Auszeichnung für Yelena Korkotsenko: Die Unternehmerin aus Hamm wurde von der Handwerkskammer (HWK) Dortmund und der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund mit dem „Gründerpreis 2020“ ausgezeichnet. Die gelernte Agrarmanagerin betreibt mit großen Erfolg das „Familiencafé Valentin“ in der Herringer Heide. Hier dürfen Kinder nach Herzenslust spielen und toben, während sich die Eltern bei einer guten Tasse Kaffee unterhalten können. Im Jahr 2015 hat Yelena Korkotsenko nebenberuflich angefangen, Kindergeburtstage und andere Veranstaltungen als Clown zu begleiten: Daraus ist die Idee zu dem besonderen Café entstanden, das sie nach ihrem verstorbenen Großvater benannte. „Die Eröffnung dieses Cafés war für mich eine Herzensangelegenheit“, erklärte Yelena Korkotsenko im Zuge der Preisverleihung im Dortmunder View, bei der weitere Gründerinnen und Gründer aus der Region geehrt wurden. Die Preisverleihung, an der 20 Gäste vor Ort und 100 Gäste vor dem Bildschirm teilnahmen, stand unter dem Motto: „Wir gründen Zukunft“.

HWK-Präsident Berthold Schröder dankte den Gründerinnen und Gründern dafür, dass sie sich für den Schritt in die Selbstständigkeit entschieden haben: „Sie sind wichtige Weichensteller und gestalten unsere Zukunft aktiv mit. Gerade in diesen herausfordernden Zeiten ist es wichtig, dass wir wieder mehr nachhaltige Gründungen und Betriebsübernahmen haben. Nur auf diese Weise bleiben wir innovativ und wettbewerbsfähig. Jeder, der sich vor Corona selbstständig machen wollte, sollte diesen Traum nicht aufgeben.“ Die Gründerpreise werden alle zwei Jahre vergeben. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Verleihung für 2020 zunächst ausfallen. „Wir wollten uns die Auszeichnung der Preisträgerinnen und Preisträger dennoch nicht nehmen lassen und haben uns daher für dieses Hybrid-Format entschieden“, sagte IHK-Präsident Heinz-Herbert Dustmann.

Seit 2014 sind die Gründungszahlen landes- und bundesweit stetig gesunken. 2019 ließ sich erstmals wieder eine positive Entwicklung der Gründungszahlen erkennen. Dieser Trend wurde die Corona-Pandemie erneut unterbrochen. Die Zahl der Neugründungen bracht in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr um fünf Prozent ein. Durch die beendete Aussetzung der Insolvensantragspflicht steht zu erwarten, dass weitere Unternehmen den Markt verlassen werden. „Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass es nun engagierte Gründerinnen und Gründer gibt, die den Schritt in die Selbstständigkeit oder einen Re-Start wagen“, betonte Dustmann. „Die Gründungszahlen aus dem Jahr 2020 im Kammerbezirk der IHK zu Dortmund lassen uns hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.“