Eine Eisbahn ohne Eis

Weihnachtsmarkt in Hamm bietet energiesparende Alternative

Wenn die Eisbahn aus Synthetik besteht: Wegen der hohen Energiepreise bauen die Veranstalter beim diesjährigen Weihnachtsmarkt erstmals eine Lauffläche aus Kunststoff (Glice) auf. Dadurch kann der Energieverbrauch von jährlich 160 Haushalten eingespart werden. Die Platten stellt die Hammer Eis eG zur Verfügung: Die Hammer Eisbären nutzen die Kunststoffbahn für das Training in den Sommermonaten. Die Anschaffung war durch einen jährlichen Zuschuss durch die IMPULS möglich. Zudem stellt die finanzielle Unterstützung den Betrieb der Eishalle sicher.

„Wir sind froh, dass wir auf diese Möglichkeit zurückgreifen können. Ohne diese Alternative hätte es in diesem Jahr keine Eisbahn gegeben“, betonen Pascal Ledune und Klaus Ernst von der IMPULS. „Die Energiepreise sind zum Teil um mehr als das Zehnfache angestiegen. Deshalb hätte man das weder bezahlen noch rechtfertigen können.“ Philipp Alberti von der Hammer Eis eG betont, dass die Läuferinnen und Läufer kaum Unterschiede zur gewohnten Bahn feststellen werden: „Das Material hat zu 95 Prozent die Eigenschaften von Eis. Die Fläche ist lediglich ein wenig stumpfer. Aber das wird dem normalen Eisläufer nicht auffallen: Zumal wir die Eisfläche auf dem Weihnachtsmarkt – anders als in der Eishalle – schon in der Vergangenheit nicht glattgezogen haben.“ Der Kunststoff sei unter anderem vom Deutschen Eishockeyverband für den Spielbetrieb anerkannt, so dass das Material selbst in den Profi-Ligen zum Einsatz kommen dürfe. „Auch die Experten vom Eistockschießen haben bestätigt, dass sie mit der Kunststoffbahn bestens klarkommen. Die Zustimmung war uns sehr wichtig, weil das Eisstockschießen auf dem Weihnachtsmarkt sehr beliebt ist“, erklärt Torsten Cremer als Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hamm. Wie in der Vergangenheit ist das heimische Kreditinstitut auch beim diesjährigen Weihnachtsmarkt Hauptsponsor der Eisbahn.  

Die Kunststoffbahn auf dem Weihnachtsmarkt wird aus 210 Platten zusammengebaut: Jede davon ist 40 Kilogramm schwer. „Deshalb benötigen wir auch in diesem Jahr einen stabilen Unterbau, der für Schwerlasten ausgerichtet ist“, sagt Stadtmarketing-Chef Klaus Ernst von der IMPULS. Die Platten werden über Kunstsoff-Zapfen so miteinander verbunden, dass keine Fugen entstehen. „Die Platten überlappen beim Aufbau ein wenig: Das Verfahren erinnert ein wenig an Klick-Laminat“, erklärt Philipp Alberti. Auch In der Pflege sei das Material deutlich einfacher. Die Fläche müsste lediglich von Zeit zu Zeit mit Silikon eingerieben werden. Zudem sie die Fläche komplett abwaschbar, so dass auch die Markierungen beim Eisstockschießen schnell wieder beseitigt werden können. „Bei guter Pflege hat der Kunststoff eine Lebensdauer einfacher. Die Fläche müsste lediglich von Zeit zu Zeit mit Silikon eingerieben werden. Zudem sie die Fläche komplett abwaschbar, so dass auch die Markierungen beim Eisstockschießen schnell wieder beseitigt werden können. „Bei guter Pflege hat der Kunststoff eine Lebensdauer von rund 20 Jahren. Da rechnen sich die hohen Kosten für den Kauf.“