Azubis stellen betriebliche Digitalisierungsprojekte in Hamm vor

In Hamm haben am Samstag 19 Azubis aus sieben Unternehmen die Ergebnisse ihrer Digitalisierungsprojekte einem großen Publikum vorgestellt.

(c) Heinz Feußner

Unter dem Titel „Azubis 4.0: Einblicke in Digitalisierungsprojekte in Hamm“ präsentierten die Auszubildenden auf dem Markt der Digiscouts den Besuchern ihre selbst erarbeiteten und innerhalb eines halben Jahres umgesetzten Ideen. Begleitet wurden sie bei der Umsetzung vom RKW, das das Projekt deutschlandweit durchführt.

Hamm in Westfalen war eine der drei ersten Regionen in Deutschland, in denen das Projekt „Auszubildende als Digitalisierungsscouts“ Ende Mai gestartet ist. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte und vom RKW Kompetenzzentrum in Zusammenarbeit mit den RKW-Landesorganisationen vor Ort umgesetzte Projekt hat das Ziel, mit Hilfe der Azubis Digitalisierungspotenziale in den Unternehmen zu entdecken und diese digital einen Schritt voranzubringen. Dazu nutzen die Auszubildenden digitale Hilfsmittel und ihre eigene Perspektive auf ihre Ausbildungsbetriebe. Entsprechend vielfältig sind die Projektideen ausgefallen. Begleitet wurde jedes Projektteam dabei von Coaches der RKW Hessen GmbH.

Digitalisierung ist für die Region ein ebenso wichtiges Thema wie die Attraktivität der Betriebe für Nachwuchs- und Fachkräfte. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hamm hat sich darum sehr dafür einsetzt, dass die Hammer Unternehmen an diesem Projekt teilnehmen können. „Es lohnt sich, das vorhandene, digitale Knowhow der Auszubildenden im eigenen Unternehmen zu nutzen“, sagte Wirtschaftsförderer Dr. Karl-Georg Steffens. „Mit dem Digiscout-Projekt ist der Nachweis in überzeugender Art und Weise gelungen.“ Die Teilnehmer hätten dauerhaft Spuren in ihren Ausbildungsbetrieben hinterlassen. „Mich hat sehr beeindruckt, mit welch einem realistischen Blick für die Prozesse im Unternehmen die jungen Leute ihre Themenschwerpunkte gesetzt haben“, sagte Projektleiter Wolfgang Thomaßen. Es sei eine Vielzahl guter Digitalisierungsansätze benannt worden, die auch nach der Realisierung der ersten Projekte lange nicht ausgeschöpft seien. „Viele Unternehmen machen weiter und werden weitere der guten Vorschläge ihrer Auszubildenden im kommenden Jahr umsetzen“, so Thomaßen. „Über so viel Ertrag bin ich hocherfreut.“

Nach Ansicht der IHK zu Dortmund müssen die Unternehmen ganz neue Wege zur Fachkräftegewinnung gehen. Insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung ist dies ein absolutes Muss. Von daher war es von Anfang an ein besonderes Anliegen der IHK dieses Projekt zu unterstützen.

Hintergrund: Das RKW ist ein bundesweites Netzwerk mit 18 Standorten, das kleine und mittlere Unternehmen bei Fragen der Unternehmensentwicklung, des Innovationsmanagement und der Fachkräftesicherung unterstützt: Mit Informationen, direkter Beratung, Weiterbildung oder auch mit Projekten wie den Digiscouts.

Weitere Informationen zum Digiscout-Projekt unter: RKW-Kompetenzzentrum