8,7 Millionen Euro für Innovationszentrum

Die schwerste Hürde auf dem Weg zum neuen Innovationszentrum in Hochschulnähe ist genommen: Am Montagabend überreichte Staatssekretär Christoph Dammermann im Rathaus den Zuwendungsbescheid des Landes Nordrhein-Westfalen über rund 8,7 Millionen Euro.

Das Foto zeigt Staatssekretär Dammermann mit Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann, Dr. Karl-Georg Steffens, Geschäftsführer Innovationszentrum Hamm GmbH und weiteren Vertreterinnen und Vertretern im Rathausfoyer.
Staatssekretär Dammermann (6. v. l.) übergab in Anwesenheit von Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann (Mitte), Dr. Karl-Georg Steffens (9. v. l.) und weiteren Vertreterinnen und Vertretern den Förderbescheid im Rathausfoyer. Foto: Thorsten Hübner

Auf rund 3.500 Quadratmetern entsteht in den kommenden Jahren in unmittelbarer Nähe zur Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) Platz für den Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. "Mit dem heutigen Tag können wir etwas realisieren, was wir immer gefordert haben. Dass die Hochschule nicht nur kluge Köpfe verlassen, sondern dass die Ideen der Studentinnen und Studenten in die Hammer Unternehmen transportiert werden - und umgekehrt", betont Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. In erster Linie soll das neue Innovationszentrum ein Ort sein, an dem sich junge Existenzgründer oder solche, die es werden möchten, ausprobieren und austauschen können sowie ihre Ideen praktisch umsetzen können. Deshalb spielt die direkte Nähe der Start-Ups zu kleinen und mittelständischen Unternehmen und zum Fraunhofer Anwendungszentrum SYMILA eine wichtige Rolle.

Für Christoph Dammermann, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, war die Übergabe des Zuwendungsbescheids (aus Mitteln des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms NRW) ebenfalls ein besonderer Termin. Schließlich war Dammermann als früherer Wirtschaftsförderer der Stadt Hamm von Beginn an mit dem Projekt Innovationszentrum betraut. "Ich freue mich ganz besonders über den heutigen Tag. Es ist schön, wieder in Hamm zu sein und vor allem mit positiven Nachrichten: Durch das neue Innovationszentrum wollen wir die Rahmenbedingungen für junge Start-ups bei der Vorbereitung, Umsetzung und Weiterentwicklung ihrer Geschäftsidee und der Markterschließung weiter deutlich verbessern. Allerdings endet die Arbeit mit dem positiven Zuwendungsbescheid nicht, sondern sie nimmt erst richtig Fahrt auf."

Gerade im Zeitalter der Digitalisierung ist das Innovationszentrum, das im nahen Umfeld der Hochschule entstehen soll, ein wichtiger Baustein beim Strukturwandel in Hamm. Ziel des Innovationszentrums ist es, den Austausch von Studenten und Unternehmen in Hamm zu fördern. In dem neuen Gebäude haben (junge) Menschen die Möglichkeit, ihre Ideen auszuprobieren, sich mit anderen Akteuren auszutauschen oder Anregungen der Wirtschaft umzusetzen. Aus diesen "think tanks" sollen sich dann Ausgründungen entwickeln, die sich als Unternehmen in Hamm ansiedeln - Beispiele aus anderen (Hochschul-) Städten zeigen, dass dies möglich ist. Der Neubau bietet den Hochschul-Absolventen dabei die Möglichkeit, während eines befristeten Zeitraums kostengünstig Büros oder Labor- und Technikräumen anzumieten.

"Junge Fachkräfte erhalten Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten in Campusnähe - und Unternehmen können unmittelbar vom Wissensvorsprung profitieren. Mit dem heutigen Zuwendungsbescheid können wir endlich durchstarten", verdeutlicht Dr. Karl-Georg Steffens, Geschäftsführer der Innovationszentrum Hamm GmbH und designierter Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Hamm.