MOBIL.PRO.FIT. startet in Hamm

(26.01.2012) Unternehmen und Mitarbeiter sollen durch verbesserte Mobilität profitieren. Das verspricht das bundesweit einmalige Pilotprojekt MOBIL.PRO.FIT, das gestern in Hamm startete. Vier Betriebe aus Hamm können 2012 teilnehmen.

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Den Startschuss für MOBIL.PRO.FIT. gaben: Carsten Gniot und Heinz-Martin Muhle von der Stadt Hamm, Stefan Peltzer, IHK zu Dortmund, Staatssekretärin im Umweltministerium Dr. Cornelia Wappenschmidt, Geschäftsführer der IHK zu Dortmund Stefan Schreiber, Carsten Lantzerath-Flesch und Geschäftsführer Christoph Dammermann von der Wirtschaftsförderung Hamm sowie Johannes Auge von B.A.U.M. (v.l.n.r.).

An „MOBIL.PRO.FIT.“ sind das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, die Stadt Dortmund, der Kreis Unna, die Stadt Hamm und die Industrie- und Handelskammer zu Dortmund beteiligt. Ziel des gemeinsamen Projektes ist es, vorhandene Verkehrsströme zu optimieren.

Insgesamt können sich bis zu 12 Betriebe aus dem Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund an der ersten Projektrunde, die Ende 2012 endet, beteiligen. Dabei werden sie beim Aufbau und der Optimierung ihres Mobilitätsmanagements unterstützt. Auf unterschiedlichen Ebenen können schon mit geringem Einsatz an Mitteln dauerhaft positive Ergebnisse erreicht werden. Beispiele: Fahrgemeinschaften halbieren den Spritverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen. Die Beschaffung verbrauchsarmer Fahrzeuge begrenzt die CO2-Emissionen und reduziert die Betriebskosten. Aus der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ergeben sich Kostenvorteile für Unternehmen und Mitarbeiter. Am Ende steht die Zertifizierung des Unternehmens.

Wirtschaftsförderungs-Chef Christoph Dammermann über seine Motivation, sich an dem Projekt zu beteiligen: „Unternehmen stehen immer mehr im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte. Gerade vor diesem Hintergrund müssen sich Unternehmen möglichst attraktiv darstellen. Das betriebliche Mobilitätsmanagement trägt dazu bei, die Attraktivität der Unternehmen als Arbeitgeber zu steigern. Die Belange der Mitarbeiter rücken in den Mittelpunkt.“

IHK-Geschäftsführer Stefan Schreiber betont, dass neben Investitionen in die verkehrliche Infrastruktur eine optimierte Verkehrslenkung die Möglichkeit bietet, den Stau auf den Straßen zu Leibe zu rücken. Die Unternehmen könnten durch Reduzierung des Verbrauchs an Energie und Betriebsmitteln und durch die Einsparung von Miet- und Pachtkosten ihre Betriebskosten senken. Es werde großer Wert darauf gelegt, dass man den am Projekt beteiligten Unternehmen individuelle Wege und Umsetzungshilfen bietet. Die Begrenzung auf 12 Betriebe habe den Vorteil, dass diese sich individuell untereinander verständigen könnten. In unterschiedlichen Workshops würden gemeinsam Einzelthemen vertieft. Darüber hinaus würde jedem Betrieb ein erfahrener Mobilitätsberater zur Seite gestellt, um in Einzelberatungen mit dem Betrieb die individuell am besten geeigneten Maßnahmen für ein nachhaltiges Mobilitätsmanagement zu erarbeiten.

Dr. Cornelia Wappenschmidt: „Das Umweltbewusstsein in der Mobilität ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Der Pkw verliert bei Jugendlichen zunehmend an Bedeutung. Das liegt nicht nur an steigenden Treibstoffpreisen. Die öffentliche Diskussion um Elektromobilität und Klimaerwärmung steigern zunehmend die Bereitschaft, auf ein umweltfreundliches Verkehrsmittel umzusteigen. Das Projekt ist für uns ein wichtiger Baustein, um Unternehmen und Bürgern auch konkrete Angebote machen zu können, wie sie ihre individuelle Mobilität verbessern können. In dieser Hinsicht ist die Region Dortmund, Kreis Unna und Hamm bundesweiter Vorreiter. Wir hoffen aus der Pilotregion ein Modell für ganz NRW zu machen“.

Weitere Informationen zu MOBIL.PRO.FIT. finden Sie im Internet unter www.mobil-pro-fit.de .